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Dekarbonisierung

Der Begriff der Dekarbonisierung floriert seit dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau im Jahr 2015. Auf diesem Gipfel beschlossen die sieben größten Wirtschaftsnationen der Welt, dass die gesamte Wirtschaft bis zum Jahr 2100 vollständig CO₂-neutral agieren soll. Als übergeordnetes Ziel steht das Aufhalten des Klimawandels und damit einhergehend eine Begrenzung der Erderwärmung auf unter 2°C im Fokus.

In dem Begriff Dekarbonisierung ist das Wort carbon – Kohlenstoff enthalten. Mit Dekarbonisierung ist also die Abkehr von Kohlenstoff speziell im Energiesektor aber auch in der Wirtschaft allgemein gemeint. Durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Öl oder Erdgas werden große Mengen an CO₂ in die Erdatmosphäre entlassen. Da CO₂ Wärmestrahlung extrem gut absorbiert (besonders die Strahlung, die von der Erde aus emittiert wird, da diese im Bereich 13 µm – 17µm liegt und hier CO₂ die stärkste Adsorption hat) trägt es aktiv dazu bei, die globale Temperatur anzuheben.

Auf diese Erkenntnis folgt nun die Notwendigkeit die CO₂ Emission deutlich zu reduzieren und benötigte Energie CO₂ – neutral herzustellen.

Dieser Zusammenhang wird plakativ im Begriff der Dekarbonisierung zusammengefasst.

Haupt CO₂ – Verursacher

Auf Platz 1 der CO₂-Emittenten steht in Deutschland die Energieerzeugung, das wird schon allein daran deutlich das 2020 der Anteil der erneuerbaren, und somit CO₂-neutralen, Energien bei 27% der Gesamtenergieerzeugung lag (Quelle). Der Größte Teil der elektrischen Energie wird durch klassische, fossile, Energieträger erzeugt. Hier hat in Deutschland die Braunkohle mit rund 17% den größten Anteil, gefolgt von Erdgas mit rund 12%. Der zweitgrößte Energieträger stellt die Kernenergie dar. Auch wenn klar herausgestellt werden muss das bei der Energieerzeugung mittels Kernkraft kein CO₂ freigesetzt wird und diese somit natürlich auch keinen Anteil am CO₂-Produkt hat, wäre die Ansicht „Kernenergie ist gut, weil sie CO₂-neutral ist“ gefährlich kurz gedacht. Das anfallende radioaktive Erbe dieser Energieerzeugung ist nicht minder gefährlich.

Platz 2 belegt die Industrie und dort vor allem die Schwerindustriellen Bereiche der Stahl und Eisen – Industrie (35,6%) sowie der Raffinerien (23,2%) und der Zementwerke (20%) (Quelle / Zahlen aus 2019). Diese Bereiche sind nach wie vor auf fossile Energieträger angewiesen und ersetzten diese nur langsam gegen CO₂ neutrale Energiequellen. Besonders in diesem Bereich ist mit dem Einsatz von Speichersystemen eine deutliche, schnelle und kosteneffiziente Einsparung von Primärenergieträgern, und somit CO₂, möglich. Stichwort: Prozesswärme-Recycling / Pufferspeicher (für erneuerbare Energien).

Platz 3 wird vom Verkehr mit 18% belegt. Diese teilen sich in Straßenpersonenverkehr mit 11% und Straßengüterverkehr mit 6% auf (Quelle / Zahlen aus 2017). In diesem Bereich lässt sich CO₂ nur durch die Reduktion des Verkehrs wirksam einsparen. Eine Elektrifizierung wirkt sich zwar auf den CO₂-Ausstoß des Verkehrs selbst aus, wirft aber die Frage der CO₂-Herstellungsbilanz der Fahrzeuge verstärkt auf (Stichwort: Batterieherstellung für E-Autos). Hier muss zwischen notwendigem Individualverkehr und sinnvollem ÖPNV (öffentlicher-Personen-Nahverkehr) abgewogen werden. Für die Industrie wäre eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene anzustreben. Diese beiden Aspekte müssen jedoch politisch angestoßen und vorangetrieben werden.

Platz 4 wird von der Gebäudewirtschaft insgesamt belegt. Gemeint sind hiermit die Emissionen, die durch den Betrieb von Gebäuden entstehen. Hierzu gehören private Haushalte sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistungen.

Platz 5 belegt die Landwirtschaft aufgrund ihrer geringen CO₂-Emission. Leider ist dies nicht auf ökologische Gründe zurückzuführen, sondern resultiert daraus, dass in der Landwirtschaft die Emission von Methan deutlich höher ist als die von CO₂. Methan ist ein deutlich stärkeres Treibhausgas als CO₂ was darin begründet ist, das Methan zwar schneller zerfällt als CO₂, in etwa 12 Jahren (Methan) statt in 120 Jahren (CO₂), allerdings wirkt es rund 25-mal Effektiver als Treibhausgas.

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